Wenn die Ursache nicht auf dem Bild zu sehen ist
AUS DER PRESSE · 6. OKTOBER 2026
Warum lassen sich Rückenschmerzen nicht immer durch MRT- oder Röntgenaufnahmen erklären? In einer Zeitungsveröffentlichung vom 6. Oktober 2026 beleuchtet Dr. med. Stephan Meyer-Schwickerath die Grenzen bildgebender Verfahren und erklärt, weshalb eine umfassende orthopädische Diagnostik auch funktionelle Zusammenhänge berücksichtigen sollte.
Moderne bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) liefern detaillierte Einblicke in die Strukturen der Wirbelsäule. Dennoch lässt sich die Ursache von Rückenschmerzen nicht immer anhand der Aufnahmen erkennen. Manche Menschen leiden unter erheblichen Beschwerden, obwohl die Bildgebung keine eindeutige Erklärung liefert. Bei anderen zeigen sich deutliche Veränderungen, ohne dass Schmerzen auftreten.
Warum das so ist und weshalb eine umfassende orthopädische Untersuchung über die Bildgebung hinausgehen sollte, erklärt Dr. med. Stephan Meyer-Schwickerath, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, aus seiner praktischen Erfahrung in der Wirbelsäulenorthopädie.

Warum ein MRT nicht immer die Ursache von Rückenschmerzen zeigt
Die Magnetresonanztomographie ist ein wichtiges diagnostisches Verfahren. Sie ermöglicht die Darstellung von Bandscheiben, Nervenstrukturen, Wirbelkörpern und weiteren Geweben.
Allerdings zeigt eine MRT-Aufnahme in erster Linie die anatomischen Strukturen des untersuchten Bereichs. Die Funktionsweise der Muskulatur, die Bewegungskoordination und die tatsächlichen Belastungsverhältnisse im Alltag lassen sich damit nur eingeschränkt beurteilen. Hinzu kommt, dass bildgebende Veränderungen nicht zwangsläufig mit vorhandenen Beschwerden übereinstimmen müssen.
So können beispielsweise altersbedingte Veränderungen der Bandscheiben sichtbar sein, ohne dass diese die Ursache der Rückenschmerzen darstellen. Umgekehrt können funktionelle Beschwerden bestehen, ohne dass sich eine eindeutige strukturelle Auffälligkeit erkennen lässt.
Rückenschmerzen verstehen: Der gesamte Bewegungsapparat zählt
Die Wirbelsäule ist kein isoliertes Bauteil unseres Körpers. Sie bildet gemeinsam mit Muskeln, Gelenken, Bändern und weiteren Strukturen ein komplexes Bewegungssystem.
Veränderungen der Körperhaltung, muskuläre Schwächen oder ungünstige Belastungsmuster können sich auf dieses System auswirken.
Deshalb kann es bei der Ursachenforschung sinnvoll sein, nicht nur die schmerzende Stelle zu untersuchen, sondern auch andere Bereiche des Bewegungsapparates einzubeziehen. Dazu zählen beispielsweise die Beweglichkeit von Hüfte und Becken, die Stabilität des Rumpfes sowie das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen.
Präzisionsdiagnostik: Mehr als die Auswertung von Bildern
Eine differenzierte orthopädische Diagnostik verbindet verschiedene Untersuchungsansätze miteinander.
Im Mittelpunkt stehen die individuelle Krankengeschichte, die körperliche Untersuchung und die Beurteilung vorhandener medizinischer Befunde.
Ergänzend können funktionelle Untersuchungen eingesetzt werden, um Haltung, Bewegungsmuster und muskuläre Stabilität genauer zu beurteilen. In der Privatpraxis für Orthopädie von Dr. med. Stephan Meyer-Schwickerath in Münster werden moderne diagnostische Verfahren mit klinischer Erfahrung verbunden.
Ziel ist es, die unterschiedlichen Befunde im Zusammenhang zu betrachten und daraus ein möglichst umfassendes Verständnis der Beschwerden zu entwickeln.
Den Ursachen von Rückenschmerzen auf den Grund gehen
Nicht alle Ursachen von Rückenschmerzen lassen sich auf einem MRT-Bild erkennen. Erfahren Sie, wie moderne Präzisionsdiagnostik unterschiedliche Untersuchungsergebnisse zusammenführt und dabei hilft, Beschwerden differenziert zu beurteilen.
Das painchanger®-Konzept: Funktionelle Zusammenhänge erkennen
Ein Bestandteil des diagnostischen und therapeutischen Ansatzes der Praxis ist das painchanger®-Konzept.
Dabei geht es darum, Beschwerden nicht ausschließlich anhand einzelner anatomischer Veränderungen zu bewerten. Stattdessen werden funktionelle Zusammenhänge des Bewegungsapparates in die Untersuchung einbezogen. Hierzu zählen insbesondere das Zusammenspiel der Muskulatur, Bewegungsabläufe und die Stabilisierung der Wirbelsäule.
Die gewonnenen Erkenntnisse können dabei helfen, ein individuelles Behandlungskonzept zu entwickeln und die Therapie auf die festgestellten Einschränkungen auszurichten.
Welche Rolle spielt die tiefe Rückenmuskulatur?
Eine besondere Bedeutung kommt der tief liegenden stabilisierenden Rückenmuskulatur zu.
Diese unterstützt die Wirbelsäule bei alltäglichen Bewegungen und trägt zur Kontrolle der einzelnen Wirbelsäulenabschnitte bei.
Ist ihre Funktion eingeschränkt, kann dies die Belastungsverteilung und die Stabilität beeinflussen. Je nach Untersuchungsbefund kann deshalb eine gezielte Kräftigung der entsprechenden Muskelgruppen sinnvoll sein.
Mit dem medizinischen Trainingskonzept Powerspine steht in der Praxis ein Verfahren zur Verfügung, das auf die gezielte Stärkung dieser Muskulatur ausgerichtet ist.
Individuelle Behandlung statt einer Therapie für alle
Nicht jeder Bandscheibenvorfall verursacht Schmerzen. Ebenso wenig erfordern sämtliche Rückenschmerzen die gleiche Behandlung.
Entscheidend ist, welche Beschwerden vorliegen, welche Befunde medizinisch relevant sind und welche funktionellen Einschränkungen bestehen.
Je nach Diagnose kommen unterschiedliche konservative Maßnahmen infrage. Dazu können medizinische Trainingstherapie, Bewegungstherapie und gezielte schmerztherapeutische Verfahren gehören.
In bestimmten Fällen kann jedoch auch eine weiterführende neurologische oder operative Abklärung notwendig sein.
Eine sorgfältige Diagnostik hilft dabei, die geeigneten nächsten Schritte festzulegen.
Orthopädische Ursachenforschung in Münster
Dr. med. Stephan Meyer-Schwickerath verfolgt in seiner Privatpraxis für Orthopädie und Wirbelsäulenorthopädie das Ziel, die Ursachen von Beschwerden möglichst genau zu verstehen.
Dafür werden bildgebende Befunde, klinische Untersuchungen und funktionelle Zusammenhänge gemeinsam betrachtet.
Dieser differenzierte Ansatz schafft die Grundlage für eine individuell abgestimmte Behandlung, bei der konservative Möglichkeiten berücksichtigt und unnötige Eingriffe nach Möglichkeit vermieden werden sollen.
Den vollständigen Zeitungsartikel lesen
In der Veröffentlichung „Wenn Bilder nicht die ganze Geschichte erzählen“ vom 6. Oktober 2026 erläutert Dr. med. Stephan Meyer-Schwickerath, weshalb moderne Bildgebung allein nicht immer ausreicht, um Rücken- und Nackenschmerzen zu erklären. Außerdem gibt er Einblicke in seine diagnostischen und therapeutischen Ansätze.
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